die Weihnachtsbaumfrage

Bei Janett habe ich gerade einen Blogartikel gelesen, den ich mit einer berechtigen Frage verbunden sehe: „Was passiert eigentlich mit Weihnachtsbäumen, wenn Weihnachten vorbei ist ??“ So habe ich mich mal auf die Suche gemacht und mir auch ein paar Gedanken gemacht. Auch die Jagd nach unserem Baum möchte ich euch nicht vorenthalten. Wir haben bisher auch immer einen echten Weihnachtsbaum gehabt, der uns dann Anfang Januar schweren Herzens verlassen musste. Weggepackt wurde die Deko, in Kisten auf dem Dachboden verstaut und das schöne Licht im Wohnzimmer war wieder dahin. Jetzt muss uns wieder die Stehlampe mit Licht versorgen.

Im November letzten Jahres kamen bei uns die ersten Gespräche, was wir denn zu Weihnachten machen, sprich Essen, Deko, Weihnachtsbaum. Klar war, dass Ralf gerne die großen, selbstgemachten Krippenfiguren seiner Mutter auf die Fensterbank stellen wollte, inkl. Bogen mit Lichtern. Der Bogen ist eine künstliche Tanne und wird immer praktisch im großen Sack verstaut. Da kamen dann die ersten Gedanken auf wie es denn mit einem künstlichen Baum wäre, ist es dann noch wirklich Weihnachtsstimmung? Und wie künstliche sehen die Bäume denn nun aus?
Letztendlich auch ein Preisfrage, denn mindestens 30,00 Euro wenn nicht noch mehr kostet immer ein Baum, der auch etwas größer ist, wie wir ihn gerne haben möchten. Und das jedes Jahr auf`s neue.

So haben wir uns dann mal schlau gemacht und in Prospekten nach Bäumen Ausschau gehalten. Ich wollte gut 3 Wochen vor Weihnachten schon los, Ralf meinte, hat noch Zeit, die Bäume wird es noch genügend geben. Von wegen … im ersten Baumarkt habe wir gedacht das kann nicht sein: magere, dünne Bäumchen für über 90,00 Euro, ganz ehrlich, das die sich getraut haben sowas zu den Preisen zu verkaufen. Dann hatten wir ja noch den Prospekt von Trend, da gibt es Bäume für ab 49,00 Euro. Also sind wir von Marl nach Recklinghausen gedüst. Ja ein paar einzelne Bäume gab es da noch: in türkis und lila! Ohweia neee einen bunten Baum in der Wohnung. Also da wieder raus und einfach mal auf gut Glück in den Obi nach nebenan rein. Da gab es auch nicht mehr so ganz viele, aber es waren eben noch welche da. Leider schon mit Lichtern drin, was wir eigentlich nicht wollten, aber nach einigem Überlegen, anschauen und anfassen haben wir uns dann doch entschieden und haben einen Baum mit 120 Lichtern, fest eingebunden, 2,10 m groß für 79,90 Euro entschieden.
Da ich den Baumständer einfach nur häßlich finde, wir aber nur eine Decke zum drunterlegen haben, musste da auch eine Lösung her. Entdeckt haben wir dann eine Decke, die um den Baumständer gelegt werden kann und ihn so verdeckt. Leider waren die Decken nicht mehr da, außer die um den Ausstellungsbaum gelegt war. Nachgefragt und so haben wir sie dann für 5,00 Euro statt 12,99 Euro bekommen, da sie ziemlich dreckig war, weil da sicher schon zig Leute draufgelatscht sind. Zu Hause kam die dann direkt in die Wäsche und war danach super sauber.

Nach dem Marathon der Baumsuche muss ich sagen, mir hat unser Baum sehr gut gefallen und ich bereu es nicht, dass wir uns für einen künstlichen Baum entschieden haben.

Die Vorteile: keine Nadeln im Teppich und auf dem Boden, keinen Dreck, nach 2 Jahren rechnet sich der Baum auf jeden Fall – also Kostenersparnis und keine Entsorgungsgedanken. Einfach zusammen legen und ab in den Karton bis nächstes Jahr.

Nun aber noch zu meiner Anfangsfrage: was macht Marl mit den Bäumen?
Da wir noch eine Kohleheizung haben wurden unsere Bäume immer darin verbrannt. Wer ihn nicht so verwerten kann konnte ihn an die Straße stellen und alle Bäume wurden vom ZBH (Zentraler Betriebshof) abgeholt. Leider habe ich nichts gefunden was damit gemacht wird, aber ich denke die Bäume wurden geschreddert, denn des hat sich so angehört, als der Müllwagen hier vorbeigefahren ist. Ich hoffe auf jeden Fall dass sie noch eine Bestimmung haben und nicht einfach sinnlos entsorgt werden.