Drei Fragezeichen Phonophobia

Gestern, am 29. März 2014, hieß es für mich zum dritten Mal „Die drei Fragezeichen LIVE“ in der Dortmunder Westfalenhalle. Die aktuelle Livetour, die noch bis zum 4. April bzw. eine Abschlußshow am 9. August in Deutschland unterwegs ist heißt „Phonophobia – Sinfonie der Angst“. Wie schon 2003 „MOC Master of Chess“ 2009 „Live and Ticking – der seltsame Wecker“ wurde das Hörspiel auf die Bühne geholt. Mit viel Spaß, Gags, Erinnerung und kleinen Versprechern war es wieder absolut genial.

23 Städte in der Zeit vom 19. März bis 5. April und wieder zum Abschluß am 9. August in der Wadbühne Berlin. In der Lanxess Arena in Köln wurde für RTL und für die DVD aufgezeichnet, darauf freue ich mich schon. Auch die anderen Live-Touren schaue ich mir immer mal wieder gerne an, hab sie natürlich auch auf DVD.
Und wie auch schon bei der letzten Tour gab es wieder eine Stick mit der aktuellen Show. Diesmal in Form einer Cassette. Ich habe ihn mir diesmal nicht gekauft, sondern lade mir die Show in Dortmund direkt auf der Webseite herunter, finde ich super dass es diese Möglichkeit gibt.

Achtung Spoiler!
Kurz zum Inhalt:
Die Drei ??? sind versehendlich ohne begleitenden Ballonfahrer im Heißluftballon zu einer Tour gestartet und müssen auf einem Felsplateau notlanden, weil der Ballon reißt. Nach einer Nacht in notdürftig zusammengeflickten Schlafsäcken und Zelt aus der Ballonseide entdecken sie ein geheimnisvolles Institut. Hier treffen sie auf Musiker eines Orchesters, die sog. Synergetiker sind, d.h. sie können z.B. anhand eines Klangs eine bestimmte Farbe damit in Verbindung bringen. Die Musiker des Institutes können mit Klängen beim Zuhörer Illusionen erzeugen, in Form von Geschmäckern, Gerüchen und Farben. Was im ersten Moment interessant klingt zeigt sich später als große Gefahr, denn der Orchesterleiter Yamada plant etwas Böses. Die Drei treffen auf Chloe, die ihre Schwester Fran in dem Institut sucht und auf weitere Charaktere. Natürlich lösen die Drei das dunkle Geheimnis von Yamada, auf übliche spannende, altkluge souveräne Art und Weise.
Die Sinfonie „Phonophobia“ bringt die Drei in Gefahr, vor allem Peter, der am Ende nichts mehr von dem ganzen Erlebten weiß. Und hat am Schluß sogar noch eine Heißluftballonfahrt für alle geplant.

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Das war sehr klasse:
Die Drei haben an einer Stelle sehr genial mit der Kamera gespielt, ganz nah ran und entsprechen agiert, da kann ich gar nicht richtig beschreiben :)
Sehr cool war der Zwischenruft, ein lautes „Jaaaa“ eines kleinen Mädchens, also die drei Detektive sich im Gespensterschloß befunden haben und ein Piratenbild entdeckt haben. Nachdem die ganze Halle sich dann vor Lachen etwas beruhigt hatte, wurde das einfach mit eingebaut: „Peter: sind hier auch Kinder im Schloß? Bob: wir machen doch Kinderhörspiele“. Einfach klasse.
Apropos Gespensterschloß – Fans wissen natürlich, da ist Buch Nummer 1 und Hörspiel Nummer 11. Ja die Drei landen tatsächlich wieder im Gespensterschloß und nachdem Peter oder Justus fragt: „Wie lange ist das her?“ kommt ein ganz trockenes „34 Jahre“ von Bob. Und wieder tobte die Halle, denn die Folge ist vor 34 Jahren erschienen und damit die Erinnerung noch passender wird kommt es in der Echohalle zum Dejavu. Jeder der Drei sagt etwas und es kommt als Echo im ganzen Satz zurück – ABER als Einspieler aus dem Originalhörspiel, einfach super gemacht.
Und noch etwas bleibt in Erinnerung – die Drei stehen auf einem Fels und rollen ein Felbrocken runter um Rubber Duck daran zu hintern, sie zu erwischen. Es war ein wirklich echte grollen zu hören und dann ein Matschen (dazu griff der Geräuschemacher in eine Melone) – heisst Rubber Duck war …. Da griff dann Peter ein: ein Mord / einen Toten bei den ??? gibt es nicht. So wurde dann nach kurzer Diskussion „zurückgespult“ und der Felsbrocken traf in am Schienbein ….
Auch die Tanzeinlage der Drei war sehr gelungen, nachdem alle standen wurde lautstark eine Zugabe gefordert.

 

Besonderheiten:
– Es gab diesmal keinen Erzähler
– Es gab keine Titelmusik
Ich muss aber sagen ich fand es nicht schlimm, die Show passte, auch ohne das Gewohnte. Es war halt etwas anderes und ich habe nichts vermisst.

Nach der Show stand noch der Tourtruck vor der Halle, leider kann mein Handy im Dunkeln nicht wirklich gute Fotos machen. Toll vor allem das Logo auf dem tiefschwarzen Truck. Leider kann man es nicht wirklich gut erkennen.
Für mich gab es noch ein Tour-Shirt, das habe ich auch schon von den beiden anderen Touren. Leider gab es diesmal kein Schlüsselband und keine Becher mit Logo, ich hoffe da mal auf den Shop.

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Die Umsetzung war wieder sehr gelungen, der Geräuschmacher Jörg Klinkenberg war echt klasse, das Orchester sehr gut und natürlich die Drei ??? sowie die anderen 3 Sprecher habe alle mitgerissen.
Am Ende standen alle in der ausverkaufen Halle, Gänsehaut pur!

Ein paar Hintergrundinfos zur Show – ich hoffe ich darf das übernehmen von der Drei-Fragezeichen-Webeite. Alles Weitere könnt ihr dort nachlesen:

Mitwirkende auf der Bühne
Oliver Rohrbeck – „Justus Jonas“, Sounddesign
Jens Wawrczeck – „Peter Shaw“
Andreas Fröhlich – „Bob Andrews“, Bühnenmanuskript
Traudel Sperber – „Kappelhoff“, „Der Mund“, „Fran Schumer“
Tanja Fornaro – „Chloe Schumer“
Stefan Krause – „Mariolini“, „Rubber Duck“, „C. Terrill“
Jörg Klinkenberg – Geräuschemacher
Jan-Peter Pflug – Komposition & Musik
Tilman Ehrhorn – Komposition & Musik
Maria Todtenhaupt – Musik
Dirk Wilhelm – Musik
Helmut Krauss – Off-Sprecher „Ansager“
Toru Takahashi – Off-Sprecher „Yamadas Vater“
Ryutaro Krist – Off-Sprecher „Yamada als Kind“

Skript und Regie
Kai Schwind – Bühnenmanuskript & Regie
Kari Erlhoff – Manuskript Buch
Johanna Steiner – Regie-Assistenz
Corinna Wodrich – Produktmanagerin & Projektleitung, Sony Music

Veranstalter
MTS Live und Bucardo im Auftrag vom Hörspiellabel EUROPA (Sony Music Entertainment)

Für mich als Fan seit 34 Jahren (mit etwas 7 Jahren Pause) war es wieder Kindheit pur. Mein Mann Ralf ist diesmal wieder mitgegangen, ist aber kein Fan so wie ich, er muss da halt durch, so hat er mich kennen gelernt … wir sind halt abends immer zu fünft im Bett.
Ich höre die ??? immer zum Einschlafen und auch gerne beim Arbeiten, dann kann ich mich besser konzentrieren. Und wenn eine neue Folge erscheint wird sie natürlich gleich gehört.

Für mich war „Phonophobia“ eine tolle Show, die Zeit ging nur viel zu schnell rum. Ich freue mich schon sehr auf die DVD, ich hoffe es dauert nicht zu lange bis sie dann endlich erscheint.
Viele Dank an das ganze Team für den wunderschönen Abend und die tolle Show, ihr seid super.