Extraschicht 2012 – unsere Stationen Teil2

Da mein Bericht doch recht lang geworden ist habe ich mich entschlossen ihn in zwei Artikel aufzuteilen, so wird es auch übersichtlicher. Im ersten Blogartikel Extraschicht 2012 – unsere Stationen Teil1 gibt es Bilder, Infos und natürlich meinen Eindruck vom „Aquarius Wasserturm“ in Mülheim, Gasometer und „Slinky Spring“ Brücke, beides in Oberhausen.

Eigentlich wollten wir noch gegen 12/0 Uhr von Oberhausen nach Essen zur Zeche Zollverein. Da aber zeitglich in Oberhausen das Festival „Ruhr in Love“ stattfand – mit 43.000 Besucher/Ravern – (das haben wir aber erst im Zug erfahren) war der Bahnhof und somit die Züge proppenvoll und der Shuttle-, Zug- und Bahnverkehr war leider etwas chaotisch, trotz 170 eingesetzter Fahrzeuge, so dass wir dann beschlossen habe uns Richtung Heimat auf zu machen.  Zumal wir uns auch nicht sicher gefühlt haben, denn es war doch eine leichte Randale am Bahnhof, die Polizei war aber vor Ort, so dass es nicht ausgeartet ist.

Angelika, Martin und Annalena sind direkt nach Hause, Janett und ich waren dann noch auf einer Tour im Chemiepark Marl, da sind wir dann aber die ca. 5 km von zu Hause aus mit dem Auto hin, vorher hat uns mein Mann dann in Recklinghausen abgeholt. Die Shuttles sind noch gefahren, aber ich glaube die „normalen“ Busse nicht mehr und es ist ja recht nah und schneller mit dem Auto.

Im Chemiepark fährt man mit einem bequemen Reisebus (das übernimmt schon seit Jahren Rosie-Reisen) gut 45 Minuten über das Gelände des Chemiepark bis hin zum Kanal und erfährt sehr viel Interessantes in der geführten Tour. Fotos dürfen hier nicht gemacht werden.

Wir hatten diesmal im Bus eine Vorführung des Granulats, welches in die Pampers kommt und für das sichere Aufsaugen sorgt, das wird neben vielen anderen Produkten hier hergestellt.

Ich war jetzt das 3. Mal dort, immer nur abends, irgendwann bin ich auch mal tagsüber dabei. Zum Schluß geht es noch auf das Dach des Hochhauses hoch, leider per Aufzug, nicht meins. Aufzüge und ich sind keine Freunde. Aber der Blick über Marl lohnt sich. Bis nach Gelsenkirchen Scholven kann man schauen.

Uns wurde kurz das Gebäude gezeigt, wo im März der Unfall war, ich habe darüber auch berichtet: Schwere Explosion im Chemiepark Marl

Der Chemiepark Marl (ehemals Chemische Werke Hüls AG) wurde am 15. Mai 1938 gegründet und hat sich in den Jahren enorm entwickelt. Heute erstreckt sich das Gelände über eine Fläche von 6,5 Quadratkilometern. Mit rund 100 Produktionsanlagen und einer direkten Kanalanbindung. 30 Unternehmen sind hier ansässig Mehr als vier Millionen Tonnen Produkte verlassen jährlich das Werk die ganze Welt. Ein 1.200 km langes internes Rohrleitungsnetz ist auf Rohrbrücken von 30 km Länge verlegt. Dazu gibt es ein 55 km Straßen- und 70 km Kanalnetz sowie über 100 km Gleisanlagen.
Dazu gibt es 3 eigenen Kraftwerke, Klärwerke und Abfallverbrennungsanlagen u.a. eine kleine Stadt in der Stadt.

 

 

Dieses Jahr waren rund 230.000 Menschen zur Nacht der Industriekultur unterwegs.
Im Mittelpunkt stand das Licht mit Projektionen, Illuminationen und Feuerwerk, dabei waren insgesamt rund 1000 Künstler.
Und wieder gab es neue Spielstätten. Neun Veranstaltungsorte waren neu im Programm. Insgesamt gab es 53 Spielorte in 23 Städten. Die Spielorte waren zum Teil auch sehr voll, gerade die großen Städte wo viele Events gleichzeitig liefen. Aber das weiß man eben an diesem Tag und nimmt es in Kauf, dafür ist die Extraschicht eben einmalig.

Klar das bei so vielen Menschen auch der Transferservice strapaziert ist, was schade ist, dass viele Busse vollkommen überfüllt gefahren sind, falsch nummeriert waren und teilweise auch gar nicht gekommen sind. Pünktlich waren auch nicht immer alle, aber für mich verständlich.

Sehr super fand ich auch die App zur Extraschicht. Mein Handy ist leider kein Apple oder Android-fähig, aber das Hand von meinem Mann. So hat er mir die Extraschicht mit allen Infos schnell mal runtergeladen und die VRR-App (Bus- und Bahn). So haben wir aktuell ganz oft nachgeschaut was gerade an Veranstaltungen läuft, wie weit/nah der nächste Ort war usw. Absolut super der Service.

Die Extraschicht geht übrigens deshalb genau 8 Stunden (von 18.00 Uhr – 02.00 Uhr) weil eine Schicht auch immer 8 Stunden sind.

Wir auch im letzten Jahr war es wieder eine ganz tolle Extraschicht und ich freue mich sehr auf den 6. Juli 2013 und bin schon gespannt wo uns unsere Wege dann hinführen.