Extraschicht 2012 – unsere Stationen Teil1

Am 30. Juni 2012 war es wieder soweit, die Extraschicht – Nacht der Industriekultur ist gestartet und von 18 Uhr – 2 Uhr war es voll im Ruhrgebiet.
Wie auch im letzten Jahr war es absolut beeindruckend und die Atmosphäre war gigantisch, überall Menschen, Events, tolle Veranstaltungen, super Stimmung.

Wir waren zu Fünft unterwegs, so waren wir gut überschaubar und keiner konnte verloren gehen: Angelika, Martin, Annalena, Janett und ich.

Ich habe ja schon ein paar Bilder in einem ersten Bericht gezeigt, heute folgen noch ein kleiner Bericht und noch ein paar Bilder.

Unser ersten Ziel war in Mülheim der „Aquarius Wasserturm“. Wir sind deshalb schon um 17 Uhr in Recklinghausen mit dem Zug losgefahren, damit wir um 18 Uhr rechtzeitig zum Beginn der Extraschicht am ersten Ort waren.

Leider war noch keiner von uns bisher am Bahnhof in Mülheim und so haben wir leider Zeit verschwendet weil nichts ausgeschildert war, wo denn die Shuttles zum „Aquaruis“ abfahren, so sind wir erstmal im riesigen Bahnhof rumgeirrt, aber so ging es einigen die das gleiche Ziel hatte.
Der Wasserturm ist jedem Fall ein Hingucker und schon von der Straße erkennbar und liegt direkt neben den Schloss Styrum.
Mit einer tollen Ausstellung und einem super Blick über Mülheim (den ich leider nicht gesehen habe, da mein Kreislauf aufgrund der Wärme in dem Glastreppenhaus schlapp gemacht hat) erfährt man viel Interessantes rund um das Thema Wasser. Sehr schön ist auch der Garten.

Der Wasserturm Styrum wurde 1892/93 von August Thyssen erbaut, zur Versorgung seines Eisenwalzwerkes und wurde 1982 still gelegt. Ende der 80er Jahre wurde beschlossen, den Wasserturm als Industriedenkmal zu erhalten. Am 13.12.1990 begann der Umbau und am 3.4.1992 wurde der Aquarius Wassermuseum eröffnet.

Unsere nächste Station war der Gasometer Oberhausen. Aktuell war die Ausstellung „Magische Orte – Natur und Kulturmomente der Welt“ und die war einfach nur beeindruckend. Riesige, wunderschöne Bilder. Und in der Mitte ein riesiger Baum, der mit passender Musik und Lichteffekten in Szene gesetzt wurde, der Wahnsinn. Es war eine wahnsinnige magische Atmosphäre im Gasometer. Diese Ausstellung ist aber bald vorbei, danach kommt zum 2. Mail etwas vom Christo.
Ich bin sehr froh die „Magische Orte“ gesehen zu haben, es hat sich absolut gelohnt
Man kann über eine große Freitreppe oder per Aufzug auf das Dach und hat so einen faszinierenden Blick über da Ruhrgebiet. Ich wäre gerne hoch gegangen, aber die Stufen haben mich doch abgeschreckt, ich hasse Aufzüge, vor allem mit so vielen Leuten. So sind nur Martin und Annalena hoch gelaufen.

Der Gasometer wurde im Februar 1927 gebaut und nach knapp zwei Jahre stand er dann am Rhein-Herne-Kanal der mit einer Höhe von 117,5 m und einem Durchmesser von 67,6 m als der größte Gasbehälter Europas.
Nachdem u.a. der Koksbedarf immer weniger wurde und auch die Kokerei in Oberhausen geschlossen wurde der Gasometer überflüssig. 1988 wurde er stillgelegt und ist nun Teil der Industriekultur mit wechselnden Ausstellungen.

Unser nächster Weg hat uns durch den Hochseilgarten am Kanal entlang zur Slinky Spring Brücke geführt. Ein irres Teil und vor allem das Gefühl auf der Brücke wenn sie schwingt und die Spiralen sich bewegen. Sehr schön waren auch die Lichteffekte und da es um die Zeit schon leicht dunkel wurde war es umso schöner. Die Brücke ist direkt am Schloß Oberhausen gelegen, rundherum gab es hier auch zig Events und Veranstaltungen. Man geht jeweils über eine Rampe auf die Brücke und hat immer wieder Höhen und Tiefen auf seinem Weg. Der Boden ist in Regenbogenfarben und man läuft wie auf einer Art Gummi, so wie z.B. der Boden auf manchen Spielplätzen unter dem Klettergerüst. Ein irres Feeling :)

Der offizielle Name der „Slinky Springs to Fame“ ist „Rehberger-Brücke“ und sie verbindet Kaisergarten und Emscherinsel über den Rhein-Herne-Kanal. Sie ist von 496 Spiralen umhüllte, 106 Metern lang, wovon 62 Meter frei über der Wasserfläche in zehn Metern Höhe hängen, denn der Kanal wird von Schiffen befahren. Mit den Rampen ist die „Slinky“ 460 Meter lang.