Hörbuch: Wer das Schweigen bricht von Mechthild Borrmann

Einige von Euch wissen es ja schon, ich bin bekennender Hörspiel- und Hörbuch-Fan. Seit über 30 Jahren ein riesiger „drei ???“-Fan, die ich jeden Abend zum Einschlafen höre und natürlich noch ganz viel mehr. Von ZYX Hörbuch habe ich die Möglichkeit bekommen Ersthörer für das Hörbuch „Wer das Schweigen bricht“ zu werden.

„Wer das Schweigen bricht“ von Mechthild Borrmann – gelesen von Katrin Daliot.
Das Hörbuch beinhaltet 6 CD`s mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 470 Min. (ungekürzt). Darin ein kleines Booklet mit den einzelnen Kapiteln, sowie ein paar Ausschnitte aus Pressestimmen.

Da die einzelnen Kapitel auch jeweils ein Datum haben, hätte wegen mir auch das sagen der einzelnen Kapitel weggelassen werden können :) Aber es war jetzt nicht so extrem störend.

Die Story:
Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen …?

Während der Erzählung springt man immer wieder von der Jetztzeit in die Zeiten des Zweiten Weltkrieges zurück. Hier wird die Geschichte und das Zusammensein von sechs jungen Menschen erzählt, die in einem Netz aus Freundschaft, inniger Liebe und tiefgreifendem Hass miteinander verbunden sind. So wird man immer mehr in die Geschichte, die aufgrund des Fundes von Robert Lubisch, hineingezogen und erfährt Zusammenhänge. Die Antworten die er findet ziehen ungeahnte Folgen mit sich und es kommen Dinge ans Licht, die er nie geahnt hätte…

Die Erzählerin:
Bei einem Hörbuch hat man fast immer nur eine Stimme, die es erzählt, im Gegensatz zum Hörspiel, wo ja immer mehr Stimmen, mehr Aktion und mehr Musik ist. So hat es ein Sprecher natürlich schwerer, vor allem wenn es recht umfangreich ist.
Ich fand die Stimme der Vorleserin ok, wenn ich sie jedoch mit anderen vergleiche wir Rufus Beck oder Andrea Sawatzki muss ich aber sagen, diese beiden gefallen mir viel besser und lesen mit mehr Hingabe. Ich hätte es mir mit etwas mehr Emotionen, Spannung und etwas mehr Betonung gewünscht, denn „Wer das Schweigen bricht“ ist ein Krimi. Mir ist einige Mal so ergangen, dass ich komplett raus war und noch mal 1-2 Kapitel zurück müsste um den Anschluß nicht zu verlieren.
Ein Vorleser muss das Buch zum Leben erwecken, das ist leider hier nicht so ganz gelungen.
Was aber dem Buch nichts anhaben kann die Story ist wirklich sehr gut.

Mein Fazit:
Auch wenn ich nicht so 100% von Katrin Daliot als Erzählerin überzeugt bin, finde ich es dennoch gut gelungen und werden auch sicher mal den Roman dazu lesen.

Ich bin natürlich nach wie vor Leseratte durch und durch, aber genauso gerne mag ich auch ein Buch vorgelesen bekommen. Dabei kann ich mich einfach fallen lassen und meine eigenen Vorstellungen werden oft stärker vertieft als beim selber lesen, da ich auch recht schnell beim Lesen bin.
So wie ich gerne auch mal meinen E-Book-Reader zur Hand nehme, aber auf das klassische Buch nicht verzichten möchte.

Hintergrundinfos:
Die Autorin ist in Köln geboren und in Kleve aufgewachsen. In dieser Umgebung, dem Niederrheinischen spielen auch ihre Krimis.
Bereits erschienen sind:
„Moren ist der Tag nach gestern“ und „Mitten in der Stadt“.
Katrin Daliot ist ausgebildete Schauspielerin und Sprecherin.

ISBN: 978-386549-901-1
Artikelnummer: HOER 12116
UVP 14,95 Euro

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Alexandra, von ZYX hat mitgeteilt, dass „Wer das Schweigen bricht“ von Mechtild Borrmann den den Deutschen Krimipreis 2012 erhält. Absolut verdient wie ich meine.